Kursinformationen

LogoSprache_Blau_gelbZertifikatskurs zur Einführung in Bildung und Vermittlung in Museen

Kooperationsprojekt des Hessischen Museumsverbands e.V. mit der AfeB Heidelberg e.V. und den freunde+förderer kinder museum frankfurt e.V.

 

Worum geht es in dem Kurs?

Intendiert ist eine kompakte, betont praxisorientierte Einführung in die Museumspädagogik. An konkreten Beispielen erarbeiten die TeiInehmer/innen, wie entwickelt und methodisch differenziert Bildung und Vermittlung heute in vielen Museen ist und welche Chancen sich für eine publikumSpracheKurztextsorientierte Museumsarbeit daraus ergeben. Am Beispiel konkreter Fälle und bereits realisierter Projekte werden die Teilnehmer/innen Schritt für Schritt mit Arbeitsformen vertraut gemacht, die geeignet sind, historische, künstlerische und natürliche Originale tatsächlich „zum Sprechen“ zu bringen und zwar für alle Ziel- und Altersgruppen.

Die Seminare können das museumspädagogische Handwerkszeug selbstverständlich nicht bis ins Detail vermitteln, das ist auch nicht ihr Anspruch. Der Kurs hat vor allem Impulsfunktion: Die Teilnehmer/innen werden angeleitet, sich aktiv und kritisch mit der vorgestellten Praxis auseinanderzusetzen, um dadurch Anregungen und Ideen für die eigene Arbeit zu gewinnen und ein stärkeres fachliches Selbstbewusstsein zu entwickeln. Der Kurs bietet Möglichkeiten für einen Austausch zwischen den Teilnehmer/innen, sowie zwischen Teilnehmer/innen und Experten/innen aus der Museumspraxis.

Ziel dies Kurses ist die Vermittlung eines differenzierten Verständnisses von Bildung und Vermittlung in Museen, das die Teilnehmer/innen an ihrem Arbeitsplatz in konkreten Projekten umsetzen können. Im Kurs vermittelte Schlüsselqualifikation ist die Fähigkeit, solche Projekte innovativ zu entwickeln, entsprechende Konzepte auszuarbeiten und diese möglichst praxisgerecht umzusetzen.

Ablauf des Kurses

Der Kurs besteht aus einem einführenden Startseminar und sechs weiteren spezialisierten und aufeinander aufbauenden Seminaren, sowie einem

Abschlusskolloquium. Die Seminare finden in sechs Partnermuseen statt, in denen jeweils ein bestimmter thematischer Schwerpunkt vermittelt wird. Die Museen wurden ausgewählt, weil dort zu diesen Themen eine besondere museumspädagogische Praxis existiert. Drei der Termine werden als Tagesseminare stattfinden und drei als zweitägige Veranstaltung, wovon eine Veranstaltung das Abschlusskolloquium ist.

Im Abschlusskolloquium werden die Teilnehmerprojekte vorgestellt, kritisch-konstruktiv diskutiert und in weiterführende Perspektiven eingebunden. Die Seminare finden am Montag (bzw. Montag und Dienstag) im Abstand von ca. 6 bis 8 Wochen statt.

Zertifikat

Die Absolventen des Kurses erhalten ein von den beiden Kooperationspartnern des Kurses ausgestelltes Zertifikat. Das Zertifikat benennt die erbrachten Leistungen, die absolvierten Kurseinheiten und den Titel der schriftlichen Arbeit. Das Zertifikat ist inder Museums- und Kulturpraxis inzwischen allgemein anerkannt und kann bei Bewerbungen ein aussagekräftiger Beleg für besondere museumspädagogische Kompetenz sein.

Wer kann am Kurs teilnehmen?

Personen mit (angestrebtem) geistes-, kultur- oder naturwissenschaftlichem Hochschulabschluss, die Interesse an einer beruflichen Tätigkeit im Museum haben und die (wichtig!) bereits über erste praktische Erfahrungen im Museum (oder einer anderen Kultur- und Ausstellungseinrichtung) verfügen (mindestens sechs Wochen Praktikum, Volontariat, Honorartätigkeit o.ä.). Sie sollten außerdem die Möglichkeit haben, museumspädagogische Projekte in der eigenen Praxis umzusetzen.

Bitte beachten Sie: Lehrkräfte aus Schulen können nur dann am Kurs teilnehmen, wenn sie dauerhaft mit einem Museum kooperieren (z.B. als aktives Mitglied eines Lehrerarbeitskreises in einem Museum oder als für museumspädagogische Aufgaben ganz oder teilweise freigestellte Lehrkraft).

 

Kursgruppe

Die Gruppe wird aus 16-18 Personen bestehen, die aus ganz Deutschland und gern auch aus dem Ausland kommen können. Es ist vorgesehen, zwischen den Seminaren Kontakt über e-Mail / Internet und eventuell auch in regionalen Arbeitskreisen zu halten. Dadurch können Seminare effizient nachbereitet und Erfahrungen / Materialien ausgetauscht werden. Aus diesen Kontakten entsteht ein informelles Netzwerk der Teilnehmer/innen, das erfahrungsgemäß auch nach dem Kurs Bestand hat und genutzt wird.

Was muss man tun, um das Zertifikat zu bekommen?

Vorausgesetzt wird die Teilnahme an allen Seminaren, Engagement auf dem Abschlusskolloquium und die aktive Teilnahme am Arbeitsprozess des Kurses. Für das Zertifikat müssen die Teilnehmer/innen außerdem eine schriftliche Leistung erbringen, in der sie ein museumspädagogisches Konzept erstellen. Die Projekte aus den schriftlichen Arbeiten werden den anderen Kursteilnehmer/innen im Abschlusskolloquium in einer möglichst anschaulichen Präsentation vorgestellt und diskutiert. Dafür wird jede/r Teilnehmer/in eine entsprechende Präsentation gestalten.

Wichtiger Hinweis: Es darf maximal ein Seminar (wegen Krankheit, beruflicher Gründe etc.) versäumt werden. Bei weiteren Fehlzeiten kann leider kein Zertifikat mehr erworben werden. Das Startseminar und das Abschlusskolloquium sind obligatorisch. Wird das Kolloquium versäumt, kann das Zertifikat erst auf dem Abschlusskolloquium des Folgekurses erworben werden. Es wird außerdem erwartet, dass die Teilnehmer/innen an den Seminaren in voller Länge (jeweils von 10 bis 17 Uhr) teilnehmen.

Welche schriftliche Leistung ist zu erbringen?

Für das Abschlussprojekt wird zunächst ein einseitiges Exposé erstellt, welches im Projektseminar von den Teilnehmern in Kleingruppen gemeinsam kritisch besprochen und weiterentwickelt wird. Wenn das Exposé diesen Diskussionsprozess im Projektseminar durchlaufen hat, kann die Arbeit selbst geschrieben werden. Für die Bewertung und Betreuung der Arbeit gibt es zwei Möglichkeiten: Die Arbeiten werden entweder von einem/r berufserfahrenen Museums- oder Fachkollegen/in gegen gelesen und fachlich kommentiert. Es ist Aufgabe des/ der Teilnehmers/in, diesen fachlichen Gegenleser auszuwählen und zu kontaktieren. Das Kursteam informiert den/ die ausgewählten Gegenleser/in über ihre Aufgabe und das Verfahren. Alternativ ist es auch möglich, die Betreuung und Beurteilung der Arbeit intern durch zwei andere Kursteilnehmern/innen als „Projektpaten“ vornehmen zu lassen. Diese „Projektpaten“ beraten bei der Entstehung der Abschlussarbeit und bewerten das fertige Projekt nach vereinbarten Kriterien.

Wichtiger Hinweis: Die schriftliche Arbeit kann bei gravierenden Mängeln noch einmal zur Überarbeitung zurückgegeben werden. Wird auch die überarbeitete Fassung vom Gegenleser bzw. den „Projektpaten“ nach wie vor weitgehend negativ beurteilt, kann leider kein Zertifikat mehr erworben werden.

Betreuung

Die Seminare werden an den Partnermuseen von erfahrenen Museumskollegen/innen betreut. Diese gestalten die Seminare und stehen während der Veranstaltungstage auch für persönliche Ansprache zur Verfügung.

Kursleitung: Christian Kunz, Dozent und freier Museumspädagoge an verschiedenen Museen im Rhein-Main-Gebiet

Der Kurs wird außerdem kontinuierlich durch einen fachlichen Beirat betreut. Mitglieder dieses Beirats sind Christina Budde (Kuratorin Architekturvermittlung Deutsches Architekturmuseum), Daniela Dietrich (Mitglied des Vorstands des Arbeitskreises Museumspädagogik im Hessischen Museumsverband), Fabian Hofmann (Studiengang Bildung und Erziehung in der Kindheit an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf), Christina Reinsch (Museumsberatung Hessischer Museumsverband), Dr.Ulrich Paatsch (AfeB Heidelberg) und Prof.Tobias Nettke (Studiengang Museumskunde an der HTW Berlin). Die Mitglieder des fachlichen Beirats haben langjährige Erfahrungen mit museumspädagogischer Weiterbildung und stehen den Teilnehmer/innen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Bei Rückfragen zum Fachlichen Beirat kann man Prof. Tobias Nettke unter

+49 (0)30 5019-3478 oder per E-Mail unter

tobias.nettke (at) htw-berlin.de erreichen.

 

Kosten:

Die Kursgebühren betragen EUR 700,-

In dem Betrag sind enthalten:

  • Die Teilnahme an einem einführenden Startseminar und sechs weiteren Seminaren an unseren sechs Partnermuseen (Beteiligte Museen).
  • Ein zweitägiges Abschlusskolloquium.
  • Beratung durch die Kursleitung für die gesamte Laufzeit des Kurses.
  • Betreuung der schriftlichen Arbeiten.
  • Infobrief per E-Mail mit Anreisedaten zu den Seminaren und aktuellen Themen.
  • Nutzung der passwortgeschützten internen Internetseite des Kurses („PinWand“).
  • Getränke in den Seminaren.
  • Ein Kursordner mit einführender Literatur und Arbeitshilfen.
  • Zertifikat der Kooperationspartner des Kurses.

Eine Ermäßigung ist leider nicht möglich.

Der gesamte Betrag von EUR 700,- ist nach Ihrer Zulassung zum Kurs auf das im Zulassungsbrief genannte Konto zu überweisen.

Rücktritt: Falls Sie vor Beginn des Kurses zurückzutreten, wird eine Verwaltungsgebühr von EUR 30,- einbehalten. Falls Sie den Kurs vorzeitig beenden, erhalten Sie die Kursgebühr für noch nicht absolvierte Seminare zurück erstattet, höchstens EUR 350,-

Übernachtungen sind eventuell für die zweitägigen Veranstaltungen erforderlich. Viele Teilnehmer/innen übernachten jedoch auch bei den eintägigen Seminaren am Veranstaltungsort, um sich mit anderen aus dem Kurs vorher oder nachher zu treffen. Sie erhalten daher von uns für jedes Seminar Tipps für preiswerte Unterkünfte.

Weitere Informationen:

Bei Rückfragen erreichen sie das Kursteam unter:

kontakt (at) kursdiesprachederdinge.de